„Was weiss denn ich schon?“
fragte ich in die Nacht
Das Atmen fällt schwer
Draussen vor dem Fenster
die Welt
das Leben
Innen
die Welt
mein Leben
dein Leben
das Leben der anderen
Sie singt
Von fremden Ufern
Von Blut
das in den Ohren rauscht
„Was weiss ich denn schon?“
„Was weiss ich den schon
von diesem Leben?“

01.03.2017

Der Geist

06.02.2015

Um mich bewegt sich das Leben
In erhöhter Geschwindigkeit
Erstarrt stehe ich mittendrin
Mein Weg unkenntlich im Staub
Kein Horizont mehr

Der Geist
Webt mir Küsse in die Haut
Legt seine Finger auf kaum verheilte Erinnerung
Sein einst reiner Geruch
Trägt die Jahre schwer in sich

Ich weine
Laut in die Nacht
Und meine Haut ist mir plötzlich unvertraut
Schäle mich aus ihr
Betrete ein anderes Jetzt

Die Momente entgleiten mir
Wo sind nur die Träume hin?
Der Blick schon lang geblendet
Die Hoffnung verlor’n

Und der Geist legt sich leise zurück in sein Grab
Mein Haar in seiner Hand
Ich lege die roten Rosen
Neben ihn
Und weine
Leise in die Nacht

Retrospektion

18.12.2014

“Die Zeit heilt alle Wunden”
fällt es aus all den Mündern
Und ich lächle müde.

Zwischen uns fehlen plötzlich die Jahre
doch sie schmücken unser Haar.
Und die dunklen Nächte sind wieder voller gelbem Licht.

Ich drehe mich immer auf dem gleichen Fleck
tanzend und lachend.
Das Leben ist ausgelassen

Nur manchmal brennt mein Herz

Schwankt das Leben

12.11.2014

Schwankt das Leben

Unter mir

Als würde ich leichtfüssig

Über einen Steg gehen

Leise plätschert das Wasser

Und all die Tage

Wogen sanft dahin

Kein Morgen

Kein Heute

Kein Gestern

Nur ein Schritt

Nur ein leichter Fall

Gestohlene Küsse

21.10.2014

 

Dunkel ist die Nacht
Und tanzt hinter meinen Augen
Die Gefahr
Rast wie dickes Blut durch meine Adern
Zitternd der nächste Atemzug
Und schon treffen sich unsere Lippen
Viel zu früh
Viel zu spät

*

Über die Felder ziehst du mich
Der Wind treibt uns vor sich her
Sternenlicht in unseren Augen
Bis wir sie schliessen
Und nur gestohlene Küsse zurücklassen.

*

Dunkel hängt die Nacht in den Gassen
Und kein Wind verfängt sich in unserem Haar
Ich trage dich an meinem Herzen
Dein Kuss brennt in meiner Seele
Nimm sie zurück, die gestohlenen Küsse
Schliess sie ein, die süssen Gedanken
Trage mein Herz offen
Und weine nicht
Und weine nicht