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	<title>Kopfchaos</title>
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	<description>Gedichte und Geschichten von Nicole</description>
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		<title>Rennes le Ch&#226;teau</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 14:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[u.s.w.]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 22. November 2001 sah ich endlich, wof&#252;r ich einen Weg von &#252;ber 1000 km auf mich genommen hatte: das ger&#252;chteumrankte s&#252;dfranz&#246;sische St&#228;dtchen Rennes le Ch&#226;teau.
                  Auf diesen Seiten m&#246;chte ich von meiner Reise berichten, sowie meine Fotos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 22. November 2001 sah ich endlich, wof&uuml;r ich einen Weg von &uuml;ber 1000 km auf mich genommen hatte: das ger&uuml;chteumrankte s&uuml;dfranz&ouml;sische St&auml;dtchen Rennes le Ch&acirc;teau.</p>
<p>                  Auf diesen Seiten m&ouml;chte ich von meiner Reise berichten, sowie meine <a href="#fotos">Fotos</a>  zeigen.</p>
<p><strong>Reisebericht</strong></p>
<p><em><span class="titel">24. November 2001</span> </em></p>
<p> Ich bin wieder in der Schweiz. Um genau zu sein, bin ich das sogar schon seit vorgestern, 23 Uhr. Um 1 Uhr kam ich in Bern an, wo ich bei meiner Grossmutter &uuml;bernachtete. Den folgenden Tag verbrachte ich bei und mit ihr, fuhr um 20.15 Uhr bei ihr weg (Glatteis-Warnungen f&uuml;r die Autobahnen) und kam in einer Rekordzeit um 22.30 Uhr endg&uuml;ltig zu Hause im Mittelthurgau an. Das war die Heimfahrt.</p>
<p> Am Dienstag hatte ich eine furchtbare Magenverstimmung. Gequ&auml;lt von Uebelkeit schleppte ich mich trotzdem zur Arbeit, es musste ja noch einiges fertig werden vor meinen Ferien. Als ich bis 11 Uhr alle 15 Minuten auf dem Klo war um mich zu &uuml;bergeben, ging ich wieder heim. Verschlief den Tag. Meine Eltern waren so lieb und holten das Mietauto f&uuml;r mich in St.Gallen ab. Um ca. 22 Uhr stand ich auf und erledigte die restliche noch anstehende Arbeit. Um 4 Uhr am Mittwoch stand ich wieder auf. Schlaftrunken packte ich mein letztes Zeug und wollte es in den Kofferraum stellen. Den ich leider trotz Taschenlampe nicht aufkriegte. Das gelang mir erst 4 Stunden sp&auml;ter, kurz vor Lausanne. Reindr&uuml;cken hiess das Zauberwort, nicht Schl&uuml;sseldrehen.</p>
<p> Mittlerweilen war es schon einigermassen hell, ich mache meinen zweiten Zwischenhalt, rief meine Mutter nochmal an und im Gesch&auml;ft, um die letzen Arbeitsanweisungen durchzugeben. Ich nenne nie mehr meinen Ex einen Workaholic&#8230; Die n&auml;chsten Stunden verbrachte ich relativ ruhig. In Frankreich ist es so, dass ca. alle 50 km eine Rastst&auml;tte ist. Abwechslungsweise ein Parkplatz mit Toilettenh&auml;uschen (diese doofen, in denen man sich zum pinkeln hinkauern muss) und ein Restaurant mit Tankstelle. Ich benutzte die Parkpl&auml;tze. Machte brav alle 2 Stunden eine Pause, weil ich aufs Klo musste *grins*. Bei Lyon verfuhr ich mich dummerweise und b&uuml;sste ca. eine halbe Stunde sowie 20 FF Autobahntaxe ein. Der Rest der Reise lief bis Carcassonne reibungslos. In der Zwischenzeit h&ouml;rte ich meine verschiedenen CDs und dachte viel nach. Fuhr konstant 130 &#8211; 140 km/h, &auml;rgerte mich &uuml;ber die Elefantenrennen der Lastwagen. Um 17 Uhr erreichte ich die Ausfahrt &#39;Carcassonne Ouest&#39;.</p>
<p> Die Fahrt ging noch eine Stunde weiter, Richtung Limoux (dort bin ich ein paar mal durchgefahren, darum kann ich mir den Namen der Ortschaften so gut merken), Couiza und schliesslich Rennes-les-Bains. Dort fand ich nach ein paar Verfahrern tats&auml;chlich die Pension &#39;Les Angelots&#39;. Sonia kam auch bald und zeigte mir mein Zimmer. Es war genial! Also nicht das Zimmer, das ging noch, aber die Aussicht: Das Haus stand am Rande eines Flusses, und ich hatte eine h&uuml;bsche Aussicht. Sobald die Fotos entwickelt sind, werde ich sie einscannen, es ist etwas schwer zu erkl&auml;ren.</p>
<p> In der Hostillerie, einem Hotel nebenan, musste ich dann bis 21 Uhr warten, bis ich was essen konnte. Ausser mir gab es noch 4 Hotelg&auml;ste. Das Essen war eine Sensation!! Als Vorspeise gab es einen &uuml;ppigen Salat mit Blattsalat, Sardellen, Thon, Eiern und Fetak&auml;se. Danach war ich eigentlich schon satt, mein von der Magenverstimmung maltr&auml;tierter Magen zumindest. Den Hauptgang -H&uuml;hnerbein, allerdings wohl von einem Truthahn, so gross wie das Ding war, mit einer Haferkruste und etwas komischen Pommes Frites- mochte ich daher auch nicht so wirklich. Auf den Dessert, Cr&egrave;me brul&eacute;e wollte ich allerdings nicht verzichten. Zum Gl&uuml;ck nicht! Wundervoll! K&ouml;stlich! Delikat!!! Es hatte ungef&auml;hr die Konsistenz eines stichfesten Yoghurt. Schmeckte nach Vanillemousse. War eiskalt, jedoch mit einer warmen, geschmolzenen Carameldecke&#8230; *schw&auml;rm*<br /> Das Witzige war ja: die anderen G&auml;ste hatten noch eine Vorspeise. Mochten den Hauptgang auch kaum, wollten die Cr&egrave;me aber ebenfalls unbedingt&#8230; Gute Wahl! *lach*</p>
<p> Zur&uuml;ck in meinem Zimmer gab ich mich meinem Heimweh hin. Bevor ich einschlief, schrumpfte meine geplante Aufenthaltzeit von 4 Uebernachtungen auf 3.</p>
<p> Am n&auml;chsten Tag musste ich erst einmal zur&uuml;ck nach Limoux, um Geld wechseln zu gehen. Merke: Wenn du ins Ausland f&auml;hrst, wechsle Geld gleich hinter der Grenze. Sonst k&ouml;nnte es zu Problemen kommen. Weil ich bis dahin schon beschlossen hatte, nur noch eine Nacht zu bleiben, wechselte ich nicht so viel Geld. Suchte anschliessend eine Tankstelle (der Tank war schon ziemlich leer). Dann ging es endlich nach Rennes-le-Chateau rauf&#8230;</p>
<p> Die Strasse fand ich gut, und sie war auch nicht so schmal wie bef&uuml;rchtet. Habe ich schon erw&auml;hnt, dass ich die ganze Zeit gefroren habe??? Es war bitterkalt, und noch k&auml;lter in Rennes-le-Chateau oben!! Ich kam also gut rauf, fand gleich einen Parkplatz, war ja sonst niemand da. Die Kirche fand ich auch sofort. Die Umgebung sah etwas anders aus als im Computerspiel, das mich hierher getrieben hatte. Mit entsetzen las ich auf einer Tafel vor der Kirche, dass sie von 11 &#8211; 11.30 Uhr offen sei. Es war 11.45!!! Ich war am Boden zerst&ouml;rt. Ging in das kleine Ticketzimmer in der Villa B&eacute;thania nebenan. Die Frau dort war am telefonieren, und ich &uuml;berlegte schon, wie ich ihr erkl&auml;ren solle, das ich aus der Schweiz gekommen sei, extra um diese Kirche zu sehen.</p>
<p> Die nette Dame zeigte mir, dass die Kirche um 12 Uhr wieder ge&ouml;ffnet w&uuml;rde. Gem&auml;ss Liste machen die alle 1,5 h die Kirche f&uuml;r eine halbe Stunde auf. Keine Ahnung, wieso, vielleicht, damit bei den vielen Besuchern die Malereien durch die Feuchtigkeit nicht besch&auml;digt werden. Ich kaufte also ein paar Karten und einen &#39;Touristischen Fremdenf&uuml;hrer&#39; *grins*.</p>
<p> Die Kirche war wie im Spiel. Dunkler zwar, aber fast besser! Wundersch&ouml;n bemalt, mit leuchtenden Farben! Ich machte fleissig Fotos und sah mich an den Dingen satt, dich ich eigentlich schon kannte, nun aber endlich so nah sehen konnte&#8230;</p>
<p> Nachher ging ich hinter die Kirche und sah mir den Friedhof an. Im Ticketzimmer begann ich dann den Rundgang durch ein anderes Zimmer mit einer kurzen Videoeinf&uuml;hrung in die Geheimnisse von Rennes-le-Chateau (wer sich interessiert: <a href="http://www.rennes-le-chateau.com" target="_blank">http://www.rennes-le-chateau.com</a>), das Pr&eacute;spyt&egrave;re mit einer Ausstellung von pers&ouml;nlichen Gegenst&auml;nden des Abb&eacute; Sauni&egrave;re und die zwei oberen G&auml;rten. Um in den Tour Magdala zu gelangen, stieg ich eine Treppe auf eine Terasse, das Belvedere, rauf. Am einen Ende war ein altes Gew&auml;chsehaus. Ohne Glas zwar, aber sehr h&uuml;bsch. Der Tour Magdala selbst war nicht so spannend, bot aber eine tolle Aussicht auf die -vom Winter karge- Landschaft. Es war so kalt da oben und windete so stark, also ging ich weiter in die Villa B&eacute;thania, sah mir das Sterbezimmer Sauni&egrave;res an und das wars dann. Ich war &uuml;bergl&uuml;cklich und beschloss, bei w&auml;rmeren Temperaturen wieder zu kommen. Wie es hier im Sommer aussehen mag?</p>
<p> Nach der Besichtigung meines Reiseziels fuhr ich zur&uuml;ck nach Rennes-les-Bains. Dort zahlte ich um vier Uhr mein Zimmer und machte mich fluchtartig auf den R&uuml;ckweg in die Schweiz. Das Heimweh war einfach &uuml;berstark!! Ich schwor mir, die Schweiz nie mehr ohne Begleitung zu verlassen. Es war mir wichtig, RLC zu sehen, doch 13 Stunden von zu Hause entfernt zu sein, ganz alleine, das gab mir pl&ouml;tzlich den Rest. Ich hatte mir ja &uuml;berlegt, wenn ich mal etwas besser verdiene, wieder einmal Ferien auf den Malediven zu machen. Alleine wohl, wer kann sich so was schon leisten, wer will das schon? Und wenn ich 30 Jahre warten muss: Ich setzte keinen Fuss alleine in ein Flugzeug Richtung Male!!</p>
<p> Um diese Erkenntnis reicher, telefonierte ich meiner Grossmutter und k&uuml;ndigte meine Ankunft um ca. 2 Uhr nachts an. Sie ist ein Engel!</p>
<p> Die R&uuml;ckfahrt verlief soweit gut. Hatte ich auf meiner Hinfahrt strahlenden Sonnenschein, brach auf der R&uuml;ckfahrt ab Lyon eine Regenflut aus. Kein Grund, weniger als 110 km/h zu fahren. In den Bergen jedoch, ca. eine Stunde vor der Schweizer Grenze, verwandelte sich der Regen dann in Schnee. Ich musste mit 60 die Berge raufschleichen, immer in der Angst, auf Glatteis zu treffen. Doch es ging alles gut, um 1 Uhr traf ich in Bern ein.</p>
<p> Am n&auml;chsten Tag stellte ich mit meiner Grossmutter dann fest, dass mein Mietauto ein Mazda Demio ist. Ich hoffte noch, dass &#39;das Wasser auf den Strassen nicht verglast&#39;. Ein typischer Nicole-Satz, nach meinen Buchstabenverwechslungen in letzter Zeit. Aber eigentlich nicht mal so abwegig: &#39;Verglas&#39; ist n&auml;mlich das franz&ouml;sische Wort f&uuml;r &#39;Glatteis&#39;. *grins*</p>
<p> Ja. Und jetzt bin ich wieder hier. Mit meiner Schwester wurde ich heute von unserer Mutter noch Zwangsverpflichtet, ein zugemietetes Schaufenster zu dekorieren. Morgen gehen wir an die WIR-Messe, wo ich hoffentlich eine neue Windjacke bekomme. Die vor allem ein Kriterium erf&uuml;llen muss: Warm geben!! Ich habe so gefrohren in Frankreich, das war einfach unglaublich! Montag ist noch nicht verplant, mal sehen, ob ich noch was mit meinem kleinen Auto unternehme *l&auml;chel*.</p>
<p> Ansonsten geht es mir gut. Die schnelle Heimfahrt ist mir etwas peinlich. Aber ich habe etwas gelernt, und das bereue ich nicht.</p>
<p> Ach ja, meine Grossmutter hat mich noch sehr verbl&uuml;fft: Dass sie keine gew&ouml;hnliche Frau ist, weiss ich ja. Sie hat immerhin mit 78 noch einen Freund *bigsmile und freu*. Ich habe ihr im Verlauf unseres langen Gespr&auml;ches auch von meinen M&auml;nnerproblemen erz&auml;hlt. Dass ich mich f&uuml;r einen furchtbar komplizierten Kerl interessiere (was ich pl&ouml;tzlich so sinnlos fand&#8230;) und f&uuml;r einen, der schon eine Freundin hat. Meine Oma meinte darauf, dann m&uuml;sse ich ihn halt seiner Freundin ausspannen&#8230; *lol* Meine Schwester konnte gar nicht glauben, dass sie das wirklich gesagt hat! Unsere Grossmutter ist einfach die Beste <img src='http://www.kopfchaos.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Wobei ich leider den Rat nicht beherzigen kann. Ich sag zwar immer so locker, eine Freundin sei ein Grund aber kein Hindernis, aber ehrlich gesagt: ich will keinen fliegenden Wechsler. Glaub ich zumindest *smile*.</p>
<p>                 Ende des Berichtes</p>
<p>***</p>
<p><strong>Fotos </strong><a name="fotos" title="fotos"></a></p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/magdalena_draussen.jpg" alt="magdalena_draussen" title="magdalena_draussen" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-749" /></p>
<p>Am Eingang wird man gleich von der segnenden Magdalena empfangen. Der Sockel, auf dem sie steht, wurde falsch aufgestellt. Das Kreuz steht auf dem Kopf.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/eingang.jpg" alt="eingang" title="eingang" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-750" /></p>
<p>So sieht der sehr pomp&ouml;se Eingang einer kleinen Kirche im tiefsten S&uuml;dfrankreich aus. Ueber der T&uuml;r die Einschrift: &quot;Dieser Ort ist schrecklich&quot;.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/engel_eingang.jpg" alt="engel_eingang" title="engel_eingang" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-751" /></p>
<p>Vier Engel zeigen den Ablauf des Kreuzzeichens, die vier Himmelsrichtungen, Apostel und und und.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/teufel.jpg" alt="teufel" title="teufel" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-753" /></p>
<p>Die meistfotografierte Figur in der Kirche von Rennes-le-Chateau: Der Teufel, der das Weihwasserbecken tr&auml;gt.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/engel_teufel.jpg" alt="engel_teufel" title="engel_teufel" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-752" /></p>
<p>Die Engel befinden sich &uuml;ber dem Teufel.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/grabstein_sauniere.jpg" alt="grabstein_sauniere" title="grabstein_sauniere" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-755" /></p>
<p>Sauni&egrave;res Grabstein. Sein Kopf sieht wie ein Sch&auml;del aus. Da lief mir schon ein kalter Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken. </p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/grab_sauniere.jpg" alt="grab_sauniere" title="grab_sauniere" width="250" height="170" class="alignnone size-full wp-image-754" /> </p>
<p>Sauni&egrave;res Grab wurde zum Schutz vor Vandalen einbetoniert. Heute noch stellen Menschen Blumen darauf.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/glashaus_geradeaus.jpg" alt="glashaus_geradeaus" title="glashaus_geradeaus" width="250" height="170" class="alignnone size-full wp-image-756" /></p>
<p>Ein wundersch&ouml;nes Gew&auml;chsehaus, leider -wie alles- ziemlich verfallen.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/glashaus_unten.jpg" alt="glashaus_unten" title="glashaus_unten" width="250" height="170" class="alignnone size-full wp-image-757" /></p>
<p>Das Gew&auml;chsehaus bildet das eine Ende einer Terasse&#8230;</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/tour_magdala.jpg" alt="tour_magdala" title="tour_magdala" width="170" height="250" class="alignnone size-full wp-image-758" /></p>
<p>&#8230;der Tour Magdala das andere.</p>
<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/hauseingang.jpg" alt="hauseingang" title="hauseingang" width="250" height="170" class="alignnone size-full wp-image-759" /></p>
<p>Vor dem Eingang zum Haus durch den Garten ist eine andere Art Gew&auml;chsehaus. Es besteht aus wundersch&ouml;nen Farbscheiben (leider fehlen viele). Darin befindet sich eine Engelsstatue auf der einen und ein kleiner Altar auf der anderen Seite.</p>
<p>Umfangreiche Informationen zu Rennes-le-Chateau findet man auf der offiziellen Seite: <a href="http://www.rennes-le-chateau.com" target="_blank">http://www.rennes-le-chateau.com</a></p>
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		<title>Zuggeschichten, illustriert von Janet</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 13:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[u.s.w.]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im April 2006 wurde ich von Janet angefragt, ob sie f&#252;r ihre Aufnahmepr&#252;fung zum Grafik-Design Studium in Hildesheim meine Zuggeschichten illustrieren d&#252;rfe. Nat&#252;rlich durfte sie, ich f&#252;hlte mich sehr geehrt.
Ende August kam dann die gute Nachricht: Janet war angenommen worden! Und sie schickte mir eine pdf mit ihrer Arbeit zu. Die Bilder sind wie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/zuggeschichten.gif" alt="Zuggeschichten" title="Zuggeschichten" width="400" height="152" class="alignnone size-full wp-image-740" /></p>
<p>Im April 2006 wurde ich von Janet angefragt, ob sie f&uuml;r ihre Aufnahmepr&uuml;fung zum Grafik-Design Studium in Hildesheim meine <a href="geschichten/zuggeschichten.html">Zuggeschichten</a> illustrieren d&uuml;rfe. Nat&uuml;rlich durfte sie, ich f&uuml;hlte mich sehr geehrt.</p>
<p>Ende August kam dann die gute Nachricht: Janet war angenommen worden! Und sie schickte mir eine pdf mit ihrer Arbeit zu. Die Bilder sind wie in ihrem Mail angek&uuml;ndigt sehr farbig geworden, ich finde sie jedoch unheimlich passend. Sie lockern vor allem den doch sehr schwerm&uuml;tigen Inhalt gut auf.&nbsp;</p>
<p>Netterweise gab sie mir die Erlaubnis, das pdf hier ver&ouml;ffentlichen zu d&uuml;rfen:</p>
<p><a href="http://www.kopfchaos.ch/wp-content/uploads/zuggeschichten.pdf"><strong>Zuggeschichten, illustriert von Janet, geschrieben von anna alias Nicole Wellinger</strong></a>  (1.4 MB)</p>
<p>Janet hat &uuml;brigens eine tolle Website:<br />
<a href="http://www.janet-silberfisch.de">www.janet-silberfisch.de</a></p>
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		<title>Stromausfall</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Shortstory-Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[1.11.2006
„Das Kovariationsprinzip nach Kelley…“. Mit einem Knall verabschiedete sich die Stromversorgung des H&#246;rsaals, und 600 Erstsemestrige sassen pl&#246;tzlich im Dunkeln. Toll. Ganz toll. Einige Frauen begannen hysterisch zu schreien. Der Professor versuchte uns zu beruhigen, doch seine Stimme war kaum zu h&#246;ren. Ich verfolgte wie gebannt einen Mann, der durch die Schatten an der Wand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1.11.2006</p>
<p>„Das Kovariationsprinzip nach Kelley…“. Mit einem Knall verabschiedete sich die Stromversorgung des H&#246;rsaals, und 600 Erstsemestrige sassen pl&#246;tzlich im Dunkeln. Toll. Ganz toll. Einige Frauen begannen hysterisch zu schreien. Der Professor versuchte uns zu beruhigen, doch seine Stimme war kaum zu h&#246;ren. Ich verfolgte wie gebannt einen Mann, der durch die Schatten an der Wand ging. Er sollte nicht hier sein.</p>
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		<title>Lebenstr&#228;ume</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1.11.2006
„Hei anna, was w&#252;rdest du machen, wenn du morgen eine Menge Geld erben w&#252;rdest?“
„Von wem?“
„Egal, von einem deiner Grossv&#228;ter oder so.“
„Meine Grossv&#228;ter sind tot, ausserdem w&#252;rden dann meine Eltern erben, nicht ich.“
„Och komm, machs mir nicht so schwer… OK, was w&#252;rdest du machen, wenn du im Lotto gewinnst?“
„Wie gross w&#228;re der Gewinn?“
„Warum spielt das eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1.11.2006</p>
<p>„Hei anna, was w&#252;rdest du machen, wenn du morgen eine Menge Geld erben w&#252;rdest?“<br />
„Von wem?“<br />
„Egal, von einem deiner Grossv&#228;ter oder so.“<br />
„Meine Grossv&#228;ter sind tot, ausserdem w&#252;rden dann meine Eltern erben, nicht ich.“<br />
„Och komm, machs mir nicht so schwer… OK, was w&#252;rdest du machen, wenn du im Lotto gewinnst?“<br />
„Wie gross w&#228;re der Gewinn?“<br />
„Warum spielt das eine Rolle?“<br />
„Das spielt ja wohl eine eminent wichtige Rolle. Wenn ich nur 50.- Fr. gewinne, kann ich damit ja nicht so viel machen, wie wenn ich 50 Millionen gewinne!“<br />
„Aaaaah, du bist unm&#246;glich! Ok, sagen wir, du gewinnst 50 Millionen. Was w&#252;rdest du damit machen?“<br />
„Hm. Mein Studium bezahlen und meinen Lebensunterhalt.“<br />
„Ist das alles?“<br />
„Wieso?“<br />
„50 Millionen! Damit m&#252;sstest du nicht mehr arbeiten gehen, k&#246;nntest das Geld quasi zum Fenster rauswerfen! Komm schon, ich will was Besseres h&#246;ren als „Mein Studium und mein Lebensunterhalt“.“<br />
„Ich geb doch meinen Job nicht auf, nur weil ich 50 Millionen gewonnen habe! Wo bekomme ich denn da den Ausgleich her? Ausserdem kann ich das ganze Geld sowieso nicht behalten, weil man dem Staat noch kr&#228;ftig was abgeben muss. Und nat&#252;rlich w&#252;rde ich einen grossen Teil des Geldes f&#252;r den Weltfrieden ausgeben, was denkst du denn?“, erwiderte ich gelassen und grinste Beat breit an.<br />
„Du nervst.“<br />
„Stimmt. Und jetzt lass mich weiter mein Sudoku l&#246;sen. Solange ich keine 50 Millionen gewinne, muss ich mir zum Gl&#252;ck auch keine Gedanken dar&#252;ber machen, wie ich sie anlegen und ausgeben w&#252;rde.“<br />
Ich konnte Beat f&#246;rmlich mit den Z&#228;hnen knirschen h&#246;ren.</p>
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		<title>Mondlicht</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Shortstory-Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[1.11.2006
Sanftes Atmen strich durch die Vorh&#228;nge wie eine verbotene Melodie und der Mond warf geheimnisvolle Muster auf meine Bettdecke. Als ich aufstand und aus dem Fenster sah, konnte ich ein Leuchtfeuer in der Ferne sehen. Wie seltsam. Ein Haus stand doch meiner Wohnung gegen&#252;ber. Wo war es nur geblieben?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1.11.2006</p>
<p>Sanftes Atmen strich durch die Vorh&#228;nge wie eine verbotene Melodie und der Mond warf geheimnisvolle Muster auf meine Bettdecke. Als ich aufstand und aus dem Fenster sah, konnte ich ein Leuchtfeuer in der Ferne sehen. Wie seltsam. Ein Haus stand doch meiner Wohnung gegen&#252;ber. Wo war es nur geblieben?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anemonen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[13.05.2007 
„’Anemone and the Truth’?“ Annabelle blickte fragend von dem Flyer in ihrer Hand auf. „Es wird ‚Anemon’ ausgesprochen. Das E ist stumm“, berichtigte ich sie. Beat schnappte sich den Flyer und musste auch seinen Senf dazu geben: „’Anemone and the Truth?’ Wieso denn dieses ‚Anemone’? Heisst der Kerl etwas so? Oder ist er etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>13.05.2007 </p>
<p>„’Anemone and the Truth’?“ Annabelle blickte fragend von dem Flyer in ihrer Hand auf. „Es wird ‚Anemon’ ausgesprochen. Das E ist stumm“, berichtigte ich sie. Beat schnappte sich den Flyer und musste auch seinen Senf dazu geben: „’Anemone and the Truth?’ Wieso denn dieses ‚Anemone’? Heisst der Kerl etwas so? Oder ist er etwa ein Seeungeheuer?“ „Hat er vielleicht so viele Arme wie ein Seestern?“, fiel Andrea in die Frotzelei ein. Ich musste grinsen. „Woher kennst du &#252;berhaupt diesen Kerl?“, platzte Annabelle pl&#246;tzlich heraus. „Kerl? Welchen Kerl?“ F&#252;r einen Moment war ich doch etwas verwirrt. „Den Anemone! Anna, konzentrier dich gef&#228;lligst“, wies sie mich zurecht. „Komm schon Annabelle, wir wollen jetzt erst wissen, wieso diese Band so einen komischen Namen hat!“, mischte sich Beat wieder ein. Mir schwirrte mittlerweilen der Kopf. „Buh, Leute, ihr &#252;berfordert mich etwas. Ich brauch noch einen Kaffee. Und bevor ich den hole, zu euren Fragen: Anemone heisst tats&#228;chlich so und ich kenne ihn aus dem Tanzkurs. Und auf den Bandnamen kamen sie wie die meisten Band mit schr&#228;gen Namen: viel Alkohol und dumme Labereien. Bis gleich.“</p>
<p>Als ich bereits f&#252;nf Meter vom Tisch entfernt war, h&#246;rte ich Beat mir fassungslos nachrufen: „Du gehtst in einen Tanzkurs?“ F&#252;r einen Moment bef&#252;rchtete ich, der obere Teil meines Kopfes w&#252;rde runterfallen, so breit war mein Grinsen.</p>
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		<title>Flucht</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Shortstory-Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[06.05.2007
„Glaubst du, dass wir es schaffen?“ Einen Moment war ich verwirrt. Als h&#228;tte ich getr&#228;umt, und pl&#246;tzlich w&#228;re ich wach und m&#252;sste auf eine Frage antworten. Ich blinzelte und versuchte mich auf die Frage zu konzentrieren. Ob wir es schaffen w&#252;rden? Ich starrte auf das Lenkrad, das ich mit meinen H&#228;nden umklammert hielt, so fest, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>06.05.2007</p>
<p>„Glaubst du, dass wir es schaffen?“ Einen Moment war ich verwirrt. Als h&#228;tte ich getr&#228;umt, und pl&#246;tzlich w&#228;re ich wach und m&#252;sste auf eine Frage antworten. Ich blinzelte und versuchte mich auf die Frage zu konzentrieren. Ob wir es schaffen w&#252;rden? Ich starrte auf das Lenkrad, das ich mit meinen H&#228;nden umklammert hielt, so fest, dass meine Kn&#246;chel weiss hervor traten. Entsetzt erkannte ich erst jetzt den vertrauten Anblick einer Autobahn, durch die ich in atemberaubendem Tempo hindurch donnerte. Wie war ich hierher gekommen? „Anna?“ Schnell warf ich der Person einen Blick zu, die mich angesprochen hatte. Es war meine Schwester, doch sie war Annabelle. Ich musste tr&#228;umen.</p>
<p>„Wir d&#252;rfen einfach unter gar keinen Umst&#228;nden anhalten“, stiess ich zwischen zusammengebissenen Z&#228;hnen hervor. Die Strasse schien wegen der Geschwindigkeit immer schmaler zu werden, und wir jagten mit einem irrsinnigen Tempo an den anderen Autos vorbei. Ich sp&#252;rte einen unangenehmen Druck auf meiner Blase und begann zu hoffen, dass ich mir nicht vor Angst in die Hose machen w&#252;rde. Ich wollte nicht morgens aufwachen und gleich meine Bettw&#228;sche wechseln m&#252;ssen. Wie entfernt man Urin aus einer fast zwanzig Zentimeter dicken Matratze?</p>
<p>Hellas Stimme drang durch meine leicht hysterischen Gedanken: „Warum d&#252;rfen wir nicht anhalten?“, fragte sie mich mit &#228;ngstlicher Stimme. „Weil wir dann nicht mehr schnell fahren k&#246;nnen. Kennst du das nicht? Man fl&#252;chtet mit einem Auto und wenn man anh&#228;lt kann man danach nur noch im ersten Gang damit rumfahren. Egal wie sehr man auf das Gaspedal tritt. Eigentlich k&#246;nnte man dann auch aussteigen und rennen, dann w&#228;re man schneller, aber aus irgendeinem Grund will man das Auto nicht verlassen. So ist das immer in Tr&#228;umen.“ F&#252;r einen Moment war es still im Wagen. Nur das Rauschen der R&#228;der auf dem Asphalt und das Pfeiffen des Windes waren zu h&#246;ren. „Anna? Was meinst du mit ‚So ist das immer in Tr&#228;umen’?“</p>
<p>Vor uns begannen die Autofahrer mit ihren Pannenlichtern das Ende eines Staus an zu zeigen.</p>
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		<title>In Trauer</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:41:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Shortstory-Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[18.01.2007
Es war Montag und Ernst war tot. Ich stand vor meinem Badezimmerspiegel und schnitt mir die Haare, will ich bef&#252;rchtete, mir sonst etwas anderes ab- oder aufzuschneiden. Eine Str&#228;hne rauszupfen. Einige Millimeter abschneiden. Eine andere Str&#228;hne raus suchen. Einige Millimeter abschneiden. Eine weitere Str&#228;hne. Ein weiterer Millimeter. Eine weitere Minute. Eine weitere Stunde.
Das Licht im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>18.01.2007</p>
<p>Es war Montag und Ernst war tot. Ich stand vor meinem Badezimmerspiegel und schnitt mir die Haare, will ich bef&#252;rchtete, mir sonst etwas anderes ab- oder aufzuschneiden. Eine Str&#228;hne rauszupfen. Einige Millimeter abschneiden. Eine andere Str&#228;hne raus suchen. Einige Millimeter abschneiden. Eine weitere Str&#228;hne. Ein weiterer Millimeter. Eine weitere Minute. Eine weitere Stunde.</p>
<p>Das Licht im Raum ver&#228;nderte sich. Im Zwielicht des Abends wurde es schwierig, mein Haar zu erkennen. Doch ich hatte nun schon so lange, so unendlich lange Millimeter um Millimeter abgeschnitten, dass ich einfach weitermachen konnte.</p>
<p>Erst als es schon so lange dunkel war, dass auch die Strassenlaternen gel&#246;scht wurden, als selbst der Mond und die Sterne am Himmel erloschen, erst da schnitt ich mich in den Finger. Ein brennender Schmerz. Warme, z&#228;he Fl&#252;ssigkeit tropfte auf mein Gesicht. Und mischte sich endlich mit meinen Tr&#228;nen. </p>
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		<title>Als der Himmel einbrach</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[15.01.2007
Heimlich war ich &#252;berzeugt, dass die ganze Sache meinem Nachbarn ganz recht geschah. Eine g&#246;ttliche Strafe, so zu sagen.
Wie viele andere berufst&#228;tige Menschen putze ich jeden Samstagmorgen meine Wohnung. Ich reinigte das Menschen- und das Katzenklo, leerte die vorhandenen Abfalleimer, wischte an allen strategisch wichtigen Orten –sprich, wo man es auf den ersten Blick sah- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>15.01.2007</p>
<p>Heimlich war ich &#252;berzeugt, dass die ganze Sache meinem Nachbarn ganz recht geschah. Eine g&#246;ttliche Strafe, so zu sagen.</p>
<p>Wie viele andere berufst&#228;tige Menschen putze ich jeden Samstagmorgen meine Wohnung. Ich reinigte das Menschen- und das Katzenklo, leerte die vorhandenen Abfalleimer, wischte an allen strategisch wichtigen Orten –sprich, wo man es auf den ersten Blick sah- Staub, um als kr&#246;nenden Abschluss mit „Walter“, meinem Super-Staubsauger die B&#246;den zu saugen. Anschliessend wurde alles feucht aufgenommen, und w&#228;hrend der Parkett in der Morgensonne trocknete, brachte ich Altpapier und M&#252;ll nach unten. Ein einfacher Ablauf, der jedoch bei meinem Nachbarn einen Stock weiter unten nicht sonderlich Anklang zu finden schien. Bis zum Einsatz von Walter war es jeweils 10.15 Uhr, eine mehr als angemessene Zeit, um L&#228;rm in der Wohnung zu machen. Mein Nachbar war da anderer Meinung, und tat dies jeweils mit kr&#228;ftigen Schl&#228;gen an seine Decke kund. So ging das Samstag f&#252;r Samstag.</p>
<p>Eines Freitags kam ich sp&#228;t nach Hause. Der Tag war lange gewesen, und er f&#252;hlte sich beim Anblick meines Bettes noch l&#228;nger an. Ich stopfte mir ein St&#252;ck Toast in den Mund, kaute ein paar Mal m&#252;de w&#228;hrend ich mich auszog, um schliesslich ersch&#246;pft in tiefen Schlaf zu fallen…</p>
<p>…aus dem ich f&#252;nf Stunden sp&#228;ter wieder erwachte, als die Welt zusammen zu st&#252;rzen schien. Unsanft wurde ich zur&#252;ck in mein Bett geschleudert und h&#246;rte einige der Latten des Rostes brechen. Was war passiert? Wo war ich? Was war los?</p>
<p>Als sich der Staub langsam verzog und mein schlaftrunkenes Gehirn in Bewegung setzte, konnte ich erst gar nicht fassen, was ich sah. Ich starrte an die Decke. An die Decke meines Nachbarn. Nur dass keine vollst&#228;ndige Decke mehr da war, weil genau &#252;ber mir ein monstr&#246;ses Loch den Blick auf die Decke meiner Wohnung freigab. Ich war mitsamt Bett durch den Boden gebrochen!</p>
<p>Die Feuerwehr konnte meinen Nachbarn nur noch f&#252;r tot erkl&#228;ren, nachdem eine beachtliche Blutlache unter der riesigen Betonplatte hervorgequollen war. Ich wurde wegen Schockgefahr zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht, was mir den Anblick ersparte, wie die armen Kerle die Betonplatte mit schwerem Ger&#228;t vom Boden hochwuchteten und die &#220;berreste meines Nachbarn vom Boden kratzten.</p>
<p>Die Versicherung best&#228;tigte mir, dass ich meinen Fussboden mit meinem Bett nicht &#252;berm&#228;ssig belastet hatte. Die Fachleute schienen sich nicht einigen zu k&#246;nnen, weshalb es zu dem Ungl&#252;ck kommen konnte, was mich allerdings auch nicht sonderlich interessierte. Die Wohnung wurde komplett umgebaut, im Schlafzimmer ist nun die K&#252;che, um die Belastung auf den neu gegossenen Beton gering zu halten.</p>
<p>Mein neuer Nachbar ist Wochenaufenthalter. </p>
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		<title>Der Kurs VI</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[09.01.2007
„Was machen wir jetzt?“, brach ich schliesslich die Stille. Mir unheimlich zumute in dem stillen, leeren Haus. Von draussen fiel indirektes, rotes Licht hinein, und zauberte Monster zwischen die M&#246;bel von Beats Eltern. Ich sp&#252;rte das Adrenalin durch meine Venen toben und wunderte mich einen Moment, dass es m&#246;glich war, mich noch mehr zu f&#252;rchten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>09.01.2007</p>
<p>„Was machen wir jetzt?“, brach ich schliesslich die Stille. Mir unheimlich zumute in dem stillen, leeren Haus. Von draussen fiel indirektes, rotes Licht hinein, und zauberte Monster zwischen die M&#246;bel von Beats Eltern. Ich sp&#252;rte das Adrenalin durch meine Venen toben und wunderte mich einen Moment, dass es m&#246;glich war, mich noch mehr zu f&#252;rchten. Seit dem Stromausfall, mit dem alles begann, hatte mich eine seltsame Ruhe befallen. Doch nun war ich nerv&#246;s. Alles trieb mich aus dem Haus, dass doch eigentlich Sicherheit versprach. Obwohl ich sie zu ignorieren versucht hatte, waren Hannas letzte Worte mir ins Bewusstsein gekrochen:</p>
<p><em>„Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und nicht finden, und werden w&#252;nschen zu sterben, und der Tod wird vor ihnen fliehen.“</em></p>
<p>Was war, wenn Beats Eltern zerst&#252;ckelt im Pool lagen, regungslos unter der undurchsichtigen Oberfl&#228;che in ihrem eigenen Blut schwammen, und pl&#246;tzlich zu Zombies wurden? Ich hatte genug Endzeitfilme gesehen, um auf solche Dinge gefasst zu sein. Ich wollte jedoch die anderen nicht unn&#246;tige beunruhigen, nur weil meine Fantasie mit mir durchging. „Wohin sollen wir?“, fragte ich also noch mal.</p>
<p>Beat blickte ans Sofa gelehnt nachdenklich aus dem Fenster, Annabelle trank and&#228;chtig ihre Coke und Hanna hatte angefangen, mit dem Oberk&#246;rper vor und zur&#252;ck zu wippen. Jemand musste eine Entscheidung treffen. Doch wohin? Was sollten wir tun? Wir waren hierher gekommen, weil uns ein Gef&#252;hl hergebracht hatte. Und nun zog es mich weiter. Pl&#246;tzlich mussten wir uns beeilen. „Wir fahren weiter!“, erkl&#228;rte ich mit bestimmter Stimme. Die anderen stellen ohne ein Wort ihre Getr&#228;nke hin und wir verliessen das Haus. Gerade rechtzeitig, um ihn zu sehen: Aus dem roten Schlund am Himmel kam er, der grosse feuerrote Drache, welcher sieben H&#228;upter und zehn H&#246;rner und auf seinen H&#228;uptern sieben Diademe hatte.</p>
<p>Ich wunderte mich wie er mit sieben K&#246;pfen nur zehn H&#246;rner haben konnte. Hatte er die restlichen vier H&#246;rner bei K&#228;mpfen verloren? Oder war das ein Verweis auf die zehn Gebote? Und wo war die schwangere Frau, die ihn begleiten sollte? Als ob jemand meine unausgesprochenen Fragen beantworten wollte, hob eine helle Stimme zu singen an. In einer Sprache, die nicht gemacht ist, um von Menschen geh&#246;rt zu werden, sang sie von dunklen Tr&#228;umen, von Krieg, alten Wunden und blutigem Regen. Ich fiel auf die Knie und weinte, das tr&#228;nennasse Gesicht dem wundersch&#246;nen Drachen zugewandt, der sich in eleganten Schlenkern am Himmel bewegte. Dann erz&#228;hlte das Lied vom Leben, vom Wachsen des Grases, einem Sonnenstrahl und dem Lachen eines Baumes. Ich war gl&#252;cklich. F&#252;r eine kurze Zeit war meine Existenz gut und richtig. Dann schlug mir Beat seine Faust in den Nacken, und ich fiel. </p>
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