Der Geist

06.02.2015

Um mich bewegt sich das Leben
In erhöhter Geschwindigkeit
Erstarrt stehe ich mittendrin
Mein Weg unkenntlich im Staub
Kein Horizont mehr

Der Geist
Webt mir Küsse in die Haut
Legt seine Finger auf kaum verheilte Erinnerung
Sein einst reiner Geruch
Trägt die Jahre schwer in sich

Ich weine
Laut in die Nacht
Und meine Haut ist mir plötzlich unvertraut
Schäle mich aus ihr
Betrete ein anderes Jetzt

Die Momente entgleiten mir
Wo sind nur die Träume hin?
Der Blick schon lang geblendet
Die Hoffnung verlor’n

Und der Geist legt sich leise zurück in sein Grab
Mein Haar in seiner Hand
Ich lege die roten Rosen
Neben ihn
Und weine
Leise in die Nacht