Tick Tack

19.11.2006

Wie konnte es nur so weit kommen? Ich lag in meinem Bett und mochte keinen Finger rühren. Mitten am Tag lag ich einfach nur da und möchte mich nicht bewegen. Wenn ich ehrlich sein sollte, war mir sogar das atmen zu anstrengend. Also lag ich da, lauschte dem Rauschen des Blutes in meinem Ohr und starrte die Zimmerdecke an. Mein Körper drückte unangenehm in die harte Matratze. Die Bettdecke über mir war viel zu schwer und gab viel zu viel Wärme ab. Irgendwo tickte eine Uhr. „Moment, wieso tickt da eine Uhr? Ich besitze gar keine Uhr, die tickt. Die einzige tickende Uhr in meiner Wohnung steht im Badezimmer, und das ist viel zu weit weg, um sie bis hierher zu hören.“ Unwillkürlich begann ich die Zimmerdecke böse anzustarren. Was viel zu anstrengend war, weswegen sich meine Stirn gleich wieder glättete. Dafür begannen meine Gedanken zu kreisen. Was konnte das für ein Ticken sein? Woher kam es? Was wollte es mir sagen?

Plötzlich bewegte sich meine Hand wie von selbst zum Handy auf meinem Nachttisch. Meine Hand nahm es und führte es vor meine Augen. Es war Zeit auf zu stehen. Aha. Daher kam dieses Ticken. Meine innere Uhr. Und pünktlich um 13 Uhr begann mein innerer Wecker zu läuten. Ich stand auf und fuhr zur Uni.