Das brechene Wort

Hängt dir das Schweigen noch im Hals
Zwischen deinen Gedanken liegt die Wüste brach
Die Tränen lassen auf sich warten

Goldene Eichen
Stehen einsam im Wind
In den Beinen schon das Warten
Um endlich zu gehen

Kein Blick mehr
Bis
Das Wort bricht

05.07.2005

Schwarze Löcher

Der Blick zielt ins Innere
Die schwarzen Löcher
Fressen meine Welt auf

Jeder Tag beginnt
Und zwischen den Sekunden
Lähmt der Abgrund

Zittert die Seele

Hängt am dünnen Faden das Leben
Zwischen zwei Gedanken
Atmet der Tod

19.07.2015

Die Nächte sind verschwunden
Sterne behängen nun immer den Himmel
Mir ist die Zeit zerronnen
Blutig in der Erde

Deine Tränen sind schon sinnlos
Ich singe wieder Kinderlieder
Der Regen geht achtlos unter
Im steigenden Meer

Und wir sehen uns den Sonnenaufgang nicht mehr an
Was wäre er uns schon mehr als Erinnerung
Taubheit in allen Gliedern
Das Gesicht wird langsam fahl

Nein, da gibt es nichts mehr
Und mit den Fragen
Sind auch die Gedanken gestorben
„Hirntod“, lachst du mich aus

Wir vergessen die Einsamkeit
Weil wir uns selbst von vergilbten Fotos anlachen
Die Goldrahmen
Sind rot von Rost

Ich lege mich hin
Du bist noch gar nicht müde
Gehe nochmals alleine
Komm ohne mich zurück.

20.10.2016

Vom kommenden Winter

Frau Tod bestickt schon Kinderschuhe
Der Winter klopft an ihre Tür
Der Frost klammert sich an die Gräser

Die Sonne lächelt müde
Den Bäumen hängt noch der Herbst im Haar
Kinder malen Engel in den Schnee

20.10.2016

Ich bin dein Sommer

Ich trenne dir
Mit dem Skalpell meine Gefühle auf
Gleite mit der Klinge
Langsam über meine Zunge
Das Wort steckt im Hals fest

Du legst mir vielleicht
Frühlingsblumen in die Arme
Im Winter
Dein Lachen
bringt mir die Sperlinge wieder

Wir schweigen einsam
Handeln die Zeit herunter
Die Ringe an unseren Händen
Bringen uns auch nicht näher
Du gehst blicklos

Ich bin dein Sommer
Sagst du mir
Doch ich fühle mich wie Herbst
Ich sammle meine Tränen ein
Dein Herz schlägt warm

Beim ersten Hahnenschrei
Bleiben wir noch
Nur für eine kurze Weile
Zusammen
Der Tag zieht lückenlos an uns vorbei

16.11.04

In mir

16.01.2002

Ich wollte, ich wäre tot
Ich wäre schon lange gestorben
Und du würdest weinen um mich
Ich sehe deine Tränen
Versuche
Hinter deine Maske zu sehen
Hinter deine Masken…

Du bist nur eine Illusion
In mir
Woher kommt dann dieser Schmerz
Ich rufe nach dir
Ich rufe nach dir

“Der Morgen hat alles davongetragen, du hast mich dir aus dem Kopf geschlagen“…

(Zitat aus einem Lied der Band Letzte Instanz)

16.01.2002

“Und dann wäre da die Liebe / und alles ihr zuliebe“. “Und dann / wäre da ein Feuer / und jeder Tag ein neuer“

Singen die Vögel
Traurig ist ihr Lied
Der Winter ist gegangen
Der Frühling kommt nicht mehr
Deine Suche war vergeben
Was willst du schon wissen
Traurig sind die Blumen
Liegen am Boden
Und dann wäre da Feuer
Und brennen würde die ganze Welt
Nur wer einsam ist
Kann die Einsamkeit ertragen
Und schreit in finst’rer Nacht

(Zitat aus einem Lied der Band Letzte Instanz)

Antworten

16.01.2002

Du willst Antworten
Und stellst keine Fragen
Ich bin dir nichts schuldig
Lache
Keiner sieht dein Lachen
Verstecke dich
Keiner findet dein Versteck

16.01.2002

Der schwarze Mond
Sucht nach Erlösung
Und immer finde ich
Was ich nicht will
Du denkst an die Sterne
Denkst du auch an mich?