Zwischenzeit

Ich rede dir
Worte an den Kopf
Du verstehst schon lange nicht mehr

Ich gehe geduckt
Bin mundwund
Wortwund
Dunkel

Die leeren Nächte
Füllen sich mit Todträumen
Glänzend der Eindruck
Schon zerschlagen die Spiegel
Bauchweh den ganzen Tag

Ich blute mir aus Wunden
Die tiefer gehen als dein Blick
Doch du siehst in die Ferne
Entsage den Schwertlilien
sie zerschneiden deine Gedanken
Dein Blut auf ihren Blüten

Einsamkeit
Lass mich nun gehen
Ich verbringe meine Tage
In Zwischenzeit

10. August 2002