Er

Der Gang flog an mir vorbei. Verzweifelt drehte ich meinen Kopf nach hinten, Tränen verschleierten meinen Blick, ich sah nichts, doch ein unbeschreibliches Grauen erfasste von neuem mein Herz. Ich rannte noch schneller, mein Herz drohte zu zerspringen, meine Brust schmerzte, jeder Atemzug brannte in meinen gepeinigten Lungen, doch meine Beine blieben nicht stehen, mein ganzer Körper lechzte nach Friede, doch meine Beine blieben nicht stehen! Der Gedanke an Erholung, an eine Ruhepause erfüllte meinen Kopf, nichts hatte mehr Platz in meinem Gehirn, ich dachte nur noch an den Tod als letzte Ruhe und daran, dass ich nicht anhalten durfte, dass es sonst kein Entrinnen gab. Wieder drehte ich meinen Kopf, diesmal waren keine Tränen in meinen Augen, ich sah Ihn hinter mir, Er würde nicht halten. Da gab ich alle Hoffnung auf, ich blieb stehen, mein Herz hämmerte in meiner Brust, ich drehte mich nicht um, erwartete Ihn, erwartete seine Umarmung. Als Er mich erreichte, spürte ich seinen Atem in meinem Nacken, seine Berührung war hauchzart, sein Umhang hüllte mich ein, und so fiel ich erschöpft und dankbar in tiefen Schlaf…