Der Atem entweicht
aus der Brust
Die Seele
sinkt tiefer
Dunkelheit
Ein vertrauter Ort
Ein vertrauter Schmerz
Tiefer
Betäubt
Verlangsamt
Tiefer
Versinken die Gedanken
Im kalten Boden
Gefrieren
In der Nacht
07.09.2017
Der Atem entweicht
aus der Brust
Die Seele
sinkt tiefer
Dunkelheit
Ein vertrauter Ort
Ein vertrauter Schmerz
Tiefer
Betäubt
Verlangsamt
Tiefer
Versinken die Gedanken
Im kalten Boden
Gefrieren
In der Nacht
07.09.2017
„Was weiss denn ich schon?“
fragte ich in die Nacht
Das Atmen fällt schwer
Draussen vor dem Fenster
die Welt
das Leben
Innen
die Welt
mein Leben
dein Leben
das Leben der anderen
Sie singt
Von fremden Ufern
Von Blut
das in den Ohren rauscht
„Was weiss ich denn schon?“
„Was weiss ich den schon
von diesem Leben?“
01.03.2017
Hängt dir das Schweigen noch im Hals
Zwischen deinen Gedanken liegt die Wüste brach
Die Tränen lassen auf sich warten
Goldene Eichen
Stehen einsam im Wind
In den Beinen schon das Warten
Um endlich zu gehen
Kein Blick mehr
Bis
Das Wort bricht
05.07.2005
Der Blick zielt ins Innere
Die schwarzen Löcher
Fressen meine Welt auf
Jeder Tag beginnt
Und zwischen den Sekunden
Lähmt der Abgrund
Zittert die Seele
Hängt am dünnen Faden das Leben
Zwischen zwei Gedanken
Atmet der Tod
19.07.2015
Die Nächte sind verschwunden
Sterne behängen nun immer den Himmel
Mir ist die Zeit zerronnen
Blutig in der Erde
Deine Tränen sind schon sinnlos
Ich singe wieder Kinderlieder
Der Regen geht achtlos unter
Im steigenden Meer
Und wir sehen uns den Sonnenaufgang nicht mehr an
Was wäre er uns schon mehr als Erinnerung
Taubheit in allen Gliedern
Das Gesicht wird langsam fahl
Nein, da gibt es nichts mehr
Und mit den Fragen
Sind auch die Gedanken gestorben
„Hirntod“, lachst du mich aus
Wir vergessen die Einsamkeit
Weil wir uns selbst von vergilbten Fotos anlachen
Die Goldrahmen
Sind rot von Rost
Ich lege mich hin
Du bist noch gar nicht müde
Gehe nochmals alleine
Komm ohne mich zurück.
20.10.2016
Frau Tod bestickt schon Kinderschuhe
Der Winter klopft an ihre Tür
Der Frost klammert sich an die Gräser
Die Sonne lächelt müde
Den Bäumen hängt noch der Herbst im Haar
Kinder malen Engel in den Schnee
20.10.2016
Ich trenne dir
Mit dem Skalpell meine Gefühle auf
Gleite mit der Klinge
Langsam über meine Zunge
Das Wort steckt im Hals fest
Du legst mir vielleicht
Frühlingsblumen in die Arme
Im Winter
Dein Lachen
bringt mir die Sperlinge wieder
Wir schweigen einsam
Handeln die Zeit herunter
Die Ringe an unseren Händen
Bringen uns auch nicht näher
Du gehst blicklos
Ich bin dein Sommer
Sagst du mir
Doch ich fühle mich wie Herbst
Ich sammle meine Tränen ein
Dein Herz schlägt warm
Beim ersten Hahnenschrei
Bleiben wir noch
Nur für eine kurze Weile
Zusammen
Der Tag zieht lückenlos an uns vorbei
16.11.04
Macht mich der Wind schwindlig
Kriecht der Nebel schon ins Tal
Ergreift mich ein unerwarteter Hunger
Nach deiner Haut
Ein Schritt nur
Schon hast du mein Gesicht vergessen
Der Himmel von Sturmwolken überzogen
Keine Geigen spielen mehr für uns
Der Fall tut schon fast nicht mehr weh
Die Flügel gebrochen
Die letzten Lieder verhallen
Nur ein keuscher Kuss
Zwischen den letzten Blumen im Jahr
Versickert langsam mein Verstand
Sand in den Adern
Erinnerungen an Regentropfen im Kopf
Die leeren Strassen
Die Tage in Grautönen
Ändern nicht wer wir sind
Zwischen Gedanken
29.10.2008
Dünn ist die Haut geworden
Unsicher der Schritt
Und jeder Gedanke nur ein Hauch
Eine Träne für die entfliehende Zeit
Die Gravitation zieht mich
Erbarmungslos zu Boden
Mein Körper ruht
Der Blick ist in eine Ferne gerichtet
Weit jenseits dieser Welt
09.10.2016
06.02.2015
Um mich bewegt sich das Leben
In erhöhter Geschwindigkeit
Erstarrt stehe ich mittendrin
Mein Weg unkenntlich im Staub
Kein Horizont mehr
Der Geist
Webt mir Küsse in die Haut
Legt seine Finger auf kaum verheilte Erinnerung
Sein einst reiner Geruch
Trägt die Jahre schwer in sich
Ich weine
Laut in die Nacht
Und meine Haut ist mir plötzlich unvertraut
Schäle mich aus ihr
Betrete ein anderes Jetzt
Die Momente entgleiten mir
Wo sind nur die Träume hin?
Der Blick schon lang geblendet
Die Hoffnung verlor’n
Und der Geist legt sich leise zurück in sein Grab
Mein Haar in seiner Hand
Ich lege die roten Rosen
Neben ihn
Und weine
Leise in die Nacht