16.04.2002
ich wünschte, ich könnte diese haut abstreifen
sie hinlegen
und einfach gehn.
Diese Gedichte sind zwischen 2002 und 2006 entstanden.
16.04.2002
ich wünschte, ich könnte diese haut abstreifen
sie hinlegen
und einfach gehn.
20.04.2002
wann hat eigentlich die angst mein leben übernommen?
es gilt, stark zu sein
nicht wegzulaufen
keine ausflüchte zu suchen
der angst ins auge zu sehn
es gilt
die nächte durch zu schlafen
dem kopfchaos einhalt zu gebieten
das heisse wasser ab zu drehen
die kerzen zu löschen
der letzte tropfen wasser ist getrunken
die sonne brennt noch heiss
und der mond geht unter
manche erinnerung verblasst oder verschwindet ganz
es gilt, stark zu sein.
21.04.2002
der letzte tropfen wasser ist getrunken
15.04.2002
der rabe sass auf dem mast und schaute nichts ahnend um sich
anna erzählte dem wind,
er sei weiss wie eine taube…
sein lachen verfing sich in meinem haar
22.04.2002
er redet aufmerksam
ringt leere nieder
beendet meine einsamkeit
in sich
27.04.2002
schlafe mir, geliebter
ich denke dich
mir in den arm
so möge unsere sehnsucht ruh’n …
27.04.2002
nun brennst du mir
geliebte
wieder im arm
und dein haar verzehrt mir
geliebte
jeden gedanken
27.04.2002
bin ein baum mit langen armen
stehe schon viel zu lange hier
s’ist faul geworden
in mir drin
meine blätter lügen
wenn sie sich bewegen
grün im wind
bald schicke ich sie fort
s’wird winter werden, wieder
27.04.2002
wenn ich hier bin
und du dort
wenn ich mir zu dir sehne
und du dich zu mir
wo sind wir dann gemeinsam?
04.05.2002
lauf
lauf um dein leben
ich bin hinter dir her
spürst du schon meinen atem
in deinem nacken?
heiss
ich fange dich
töte dich
du kannst dich nicht verstecken
ich trinke dein blut
du bist mein leben
bald schon
kalt