20.11.2006
„Ich muss meine Matratze umdrehen.“ „…also ist das Kovariations-….“, Annabelle blickte von ihren Papieren auf.
„Kann es sein, dass du mir gerade nicht zugehört hast?“, fragte sie mit einem gefährlichen Blitzen in den Augen.
„Dann mach das doch“, fiel ihr Beat ungerührt ins Wort.
„Du also auch nicht?“ Das Blitzen wurde langsam mörderisch. Ich versuchte es möglichst ungerührt zu übersehen.
„Geht nicht. Das Ding wiegt eine gefühlte Tonne und ist riesig. Ich weiss echt nicht, was ich damals gekifft habe, als ich mir so ein grosses Bett liefern liess.“
„Du kiffst doch gar nicht?“
„Hört mir hier eigentlich irgendjemand noch zu?“
„Eben nicht, darum ist die ganze Sache noch viel bedenklicher.“
„Wofür war denn dieses grosse Bett gedacht?“
„Kovariationsprinzip Leute, wir sind noch nicht fertig!“
„Das wüsstest du wohl gerne, hm?“, grinste ich Beat an.
„Ja klar.“
„Tja, ich hatte mal die Hoffnung, einen netten jungen Kerl kennen zu lernen, der mir am Sonntagmorgen das Frühstück ans Bett bringt, wo wir dann den restlichen Tag verbringen.“
„Und?“
„Und Kovariationsprinzip?“
„Und weil es leider nicht dazu gekommen ist, sind meine zwei Katzen die einzigen, die mich am Sonntagmorgen begrüssen und den Tag mit mir im Bett verbringen. Mein Leben ist soooo traurig…“, ich verdrehte die Augen und seufzte dramatisch.
„Ja, ist es, wir werden nämlich den zweiten Anlauf auch nicht schaffen, wenn ihr euch nicht auf den Stoff konzentriert“, fuhr Annabelle dazwischen.
„Ich leiste dir sonst gerne Gesellschaft an deinen einsamen Sonntagen“, neckte mich Beat.
„Uah, ich gebs auf!“