Mir fehlt die Zeit
Dich zu lieben
19. August 2002
Mir fehlt die Zeit
Dich zu lieben
19. August 2002
Ich schreibe mir
Das Wort aus dem Leib
Schreie es
Hinaus
Es ist Zeit
Sich mit dem Bleistift
Die Adern
Aufzuschlitzen
19. August 2002
Schweig mich nicht an
Als würde uns
Nur mein Lächeln bleiben
Der Blumenstrauss vom letzten Jahr
Steht noch vertrocknet in der Vase
Einsamkeit zwischen meinen Worten
19. August 2002
Wohin mag es die Vögel ziehen?
Wann verlässt mich die Liebe?
Wer ist schon einsam
ohne mich?
Gleichgültig entlasse ich den Regen
Zwischen meinen Beinen gebiert eine neue Welt
Der Nachtwind schmeichelt mir
nur im vorübergeh’n
Ein Seelenzucken
Ein Zupfen an den dunklen Rosen
Zwischen den Gräbern
Herrscht kein Frieden
Nachtschwarz stehe ich da
Und lausche dem Leben
19. August 2002
Die Nächte sind verschwunden
Sterne behängen nun immer den Himmel
Mir ist die Zeit zerronnen
Blutig in der Erde
Deine Tränen sind schon sinnlos
Ich singe wieder Kinderlieder
Der Regen geht achtlos unter
Im steigenden Meer
Und wir sehen uns den Sonnenaufgang nicht mehr an
Was wäre er uns schon mehr als Erinnerung
Taubheit in allen Gliedern
Das Gesicht wird langsam fahl
Nein, da gibt es nichts mehr
Und mit den Fragen
Sind auch die Gedanken gestorben
Hirntod, lachst du mich aus
Wir vergessen die Einsamkeit
Weil wir uns selbst von vergilbten Fotos anlachen
Die Goldrahmen
Sind rot von Rost
Ich lege mich hin
Du bist noch gar nicht müde
Gehe nochmals alleine
Komm ohne mich zurück.
19. August 2002
Geh
nicht
weg!
Lass
mich
nicht
allein!
Ich vermisse dich
Dabei
Habe ich dich nie gekannt
Du gehst in deinen Gedanken
Durch meine Welt
Ich vermisse dich…
19. August 2002