Die Arbeit ist getan
Der Arbeiter
Steht stumm in einer Ecke
Es gibt nichts mehr zu tun
Ihm ist
Als wäre er begraben
In Erde aus Sinnlosigkeit
Die Arme hängen nutzlos
Er wünscht
Er wäre tot
29. Mai 2001
Die Arbeit ist getan
Der Arbeiter
Steht stumm in einer Ecke
Es gibt nichts mehr zu tun
Ihm ist
Als wäre er begraben
In Erde aus Sinnlosigkeit
Die Arme hängen nutzlos
Er wünscht
Er wäre tot
29. Mai 2001
Der Krieger blickt in die Ferne
Sieht bereits die nächste Schlacht
Sein Kampf ist nie zu Ende
Die Müdigkeit wächst
Kein Gedanke über Sinn
Kein Gedanke an den Feind
Die Falten in seinem Gesicht
Erzählen nicht
Von seinem Leben
Erzählen
Vom Tod anderer
29. Mai 2001
Raus!
Los! geh!
Geh in die Welt,
hinaus aus deinem Schneckenhaus!
Viel zu lange schon verharrtest
du im sicheren Unterschlupf!
Ich zerbreche deine Höhle,
treibe dich mit Feuer hinaus.
Hinaus!
In die Welt!
29. Mai 2001
ZugFahrt
ZuGREISe
WarTen
wARTen
AuS DeM FenSTer sTaRRen
ZugReise
29. Mai 2001
Immer
führt mein Leben mich
Irgendwohin
Immer
bin ich auf dem Weg
Immer
suche ich
Ein Ziel
29. Mai 2001
Jeder Tag
führt mich duch mein Leben
Stets folgt ein Weg dem anderen
Immer ist ein B das Ziel
Niemals Rückkehr nach A
Zum grossen Alpha
Zum grossen Anfang
Doch wo
Wo ist das wahre Ziel?
29. Mai 2001
Ich will mich
nicht
durch dich definieren
Ich bin immer
besonders ohne dich
allein
Und das soll meine Stärke sein
29. Mai 2001
Als hätte es keine Wahl
gegeben
Nach der ersten
Bewegen wir uns mechanisch
Durch diese Welt
Ein Sonnenstrahl trifft den
Schössling
Der entstand
Aus Evas Apfel
29. Mai 2001
Und hätte ich wählen können
Ich hätte wieder das Leben
gewählt
Hätte das Lachen gewählt
Und den Schmerz
Und hätte geweint
Den Apfel genommen
Die Zunge der Schlange geführt
Und ihre Hand
Hätte ich mich vom Himmel
gestürzt
Und wäre immer wieder
immer wieder
Mensch geworden
29. Mai 2001
Ich hab dich geschickt
Und du bist wieder gekommen
Niemand sah deine Tränen
Woher sind wir gekommen
Ohne Sinn
Der Weg vermag nicht grade zu sein
Schlangen säuseln Verheissungen
Das Paradies verloren
Äpfel auf allen Bäumen
Ich küsse den Engel
Sehe den Schmetterling
Er steht in Flammen
Und das Weltende ist nur ein Wort
Schreie aus vielen Kehlen
Richter steigen hinab
und hinauf
Wenn wir suchen
Finden wir nur die Quellen
Unsere Fragen versiegen nicht mit ihnen
Ich suche
Du kennst mich nicht
Höhlen aus Diamanten
Du stehst da
Mit tauben Ohren
Suche nicht
Tote Rosen
Leere Felder
Nie war Einsamkeit so einsam
Schönheit
In ihrer Strenge sucht sie den Stein
Woher sind die gelben Blumen
Auf deinem Grab?
Kerzenlicht auf wächsener Haut
Niemand der spricht
Jeder versteht
Du sprichts von Liebe
Ich sehe nur die Angst
in deinen Augen
Mein Herz ist kalt
Und Traurigkeit
Erhebt sich schweigend aus grauer Erde
11. Mai 2001