Keine Zeit
Kein Moment mehr frei
Kein Gedanke
Der zu verschwenden wär
Und alles läuft immer schneller
Das Hetzen
Lässt uns keine Luft holen
Küsse sind flüchtig
Und vergehen mit der Zeit
Alles läuft aus dem Ruder
Die Bäume werden vom Wind geschüttelt
Die Blätter wirbeln durch die Welt
Niemand hält an und sieht das Unglück
Niemand nimmt Anteil
Und schon ist fast das Ende da
Ich drehe mich auf der Stelle
Sehe mir die Menschen an
Erschrecke vor meinem Gesicht in ihren Augen
Gehetzt auch mein Ausdruck
Gejagt von unbarmherziger Zeit
Ich hab noch viel zu lernen
Doch keine Geduld
Noch viel zu verstehen
Doch der Kopf brummt vom beeilen
Die Füsse schmerzen
Keine Zeit
Kein Augenblick
Um Luft zu holen
Die Gräber rufen bereits
Legen wir uns doch
Um Zeit zu sparen
Jetzt schon rein.
9. März 2001