Ich schleppe mein Leben mit mir rum
Und bleibe doch lieber zu Haus‘
Ich fühle mich nirgendwo wohl
Alleine, immer allein
Und plötzlich bin ich einsam
31. Oktober 2001
Diese Gedichte sind in den Jahren 1997 bis 2002 entstanden.
Ich schleppe mein Leben mit mir rum
Und bleibe doch lieber zu Haus‘
Ich fühle mich nirgendwo wohl
Alleine, immer allein
Und plötzlich bin ich einsam
31. Oktober 2001
Die Nächte sind noch länger geworden
Und voller Zerrissenheit sitze ich da
Verstehe mich selber nicht
Das Gesicht ist mir zur Maske erstarrt
Das sanfte Lächeln täuscht die Menschen
Niemand sieht den Hilfeschrei in meinen Augen
Und ich wünsche mir einen Schlaf bis zum Sommer
Oder einen tröstenden Arm
Doch solche Wünsche erfüllen sich nicht im Leben
Bin meiner Gedanken überdrüssig
Schreibe sie zu tausenden auf
Doch sie gehen mir nicht aus dem Kopf
Alles ist Bauch, ist Herz, ist Denken
Bin getrieben von Wünschen, die ich selbst nicht kenn‘
Es scheint mir unerträglich
Jeden Tag ein Wunder
Jeden Tag wache ich wieder auf
27. Oktober 2001
Ich habe immer wieder
Vergeblich versucht
Euch zu vergessen
Leere ist in mir
Ohne euch
Und ich kann mich selber nicht verstehen
Ich nenne es nicht Liebe
Denn wenn es Liebe wäre
Wie könnte ich dann so leiden?
Ich nenne es nicht Liebe
Denn wenn es Liebe wäre
Ich verfluchte sie jeden Tag
Vergebens versuche ich
An anderes zu denken
Kann mich selber nicht mehr lieben
Und die vielen Tränen
Die meine Augen nie verliessen
Zeugen von meiner Zerrissenheit
Wer bin ich
Ohne euch
Mit euch bin ich nichts
Hab den Himmel beschworen
Doch der erfüllt keine Wünsche
Keinen Mut für einen Kampf
27. Oktober 2001
Ich weiss
Ich bin einzigartig
Und liebenswert, auf meine Weise
Woran liegt es dann
Dass ich es
Trotzdem nicht glauben kann?
27. Oktober 2001
Ich will dir nicht versprechen
Denn ich bin nicht ohne Fehler
Ich kann dir nur
Meine Liebe anbieten
Und wenn ich falle
Will ich mich an dir festhalten
Man liebt leicher
Wenn man nicht alleine ist
Ich werde für dich ans Ende der Welt laufen
Werde dir meine Gedichte widmen
Werde deine Geduld fordern
Halte dich fest, Halte dich fest in meinem Herzen
Bin ein Trugwesen
Eine Fee im Engelskleid
Mein Lachen ist Lüge
Und du siehst mein Sterben nicht
27. Oktober 2001
Die Musik spielt immer weiter
Und verstummt wohl erst
Wenn das letzte Kernkraftwerk explodiert
Oder niemand mehr die Stromrechnung bezahlt
Ich liege auf dem Boden
Und höre ihr zu, bis in alle Ewigkeit
Mein Körper wird schwächer
Bis er stirbt und verwest
Staub bedeckt den Boden
Eine Seele liegt dazwischen ausgebreitet
Die Musik verwirbelt hie und da
Sanft die Ströme der Zeit
Viele Jahre sind vielleicht vergangen
Die Schrift der Grabsteine längst verblasst
Ein altes Klavier singt immer noch von der Liebe
Aus den grauen Lautsprecherboxen
27. Oktober 2001
Ich möchte betonen
Ich bin nicht verliebt
Das sieht nur so aus
Und wenn ich lache
Weine ich in Wirklichkeit
Ich möchte betonen
Ich kenne die Liebe nicht
Das scheint nur so
Und wenn ich mich nach etwas sehne
Ist es nur Ruhe und Konstanz
Ich möchte betonen
Ich brauche keinen, der mich mag
Das gebe ich nur vor
Und wenn ich sage
Ich bin auch alleine glücklich
Wundere ich über meine eigenen Lügen
2. Dezember 2001
Wenn sie dir ins Gesicht lügt
Denke nicht an mich
Erkenne nicht mein Lächeln
In ihrem
Bist schon fast vergessen
Die Liebe ist so schnell gegangen
Als wäre eine Grippe geheilt
Und kommt dieses Jahr nicht mehr
Lange musste ich mich davon erholen
Schwere Krankheiten überwindet man nicht so leicht
Fühle mich immer noch manchmal zittrig
Spüre die Stärke meiner Seele neu
Jetzt sehe ich dein Gesicht
Als wärst du ein Fremder
Erinnere mich nicht mehr an deinen Kuss
Nicht mehr an deine Berührung
Wie schnell die Liebe vergeht…
26. November 2001
Dein Schatten
Nahm mir mein Licht
Bin zur Mondfrau geworden
Weiss ist meine Haut
Silbern mein Haar
Sitze einsam
Dort oben
Und sehe auf deine Einsamkeit hinab
Schicke dir ein paar Sternschnuppen
Als Gruss von mir
Vielleicht denkst du manchmal an mich
Und lächelst dabei
Und ich lächle über meinen fehlenden Mut
Streue dir Regenbogen über den Himmel
In deiner Dunkelheit siehst du sie nicht
Der Mond trägt mich durch meine Zeit
Kein Ende begrenzt den Weg
Ich wünschte mir, wir hätten diese Ewigkeit
Und das du zu mir aufsteigst in den Himmel
Mache ihn dir dunkelblau
Empfange dich mit weissen Armen
Küsse deine Tränen fort
Und weine dir neue
Neue Sterne für den Himmel
Vergessen für uns
26. November 2001
Bin hungrig nach dir
Nach deiner Haut
Hungrig nach deiner Berührung
Komm her und sieh mir in die Augen!
26. November 2001