Entfernt vergeht mir das Licht
Und ich falle
Ich suche mir
Deinen Kopf
Und presse ihn mir zwischen die Schenkel
Dein Kuss sei
Meine Erinnerung
Und irgendwo
Läuft die Zeit einer Uhr ab
17. Juni 2002
Diese Gedichte sind in den Jahren 1997 bis 2002 entstanden.
Entfernt vergeht mir das Licht
Und ich falle
Ich suche mir
Deinen Kopf
Und presse ihn mir zwischen die Schenkel
Dein Kuss sei
Meine Erinnerung
Und irgendwo
Läuft die Zeit einer Uhr ab
17. Juni 2002
Wenn ich mit dir ehrlich bin
Sehe ich zu viele unangenehme Wahrheiten
So bin ich lieber
Mit dir ehrlich
20. Juni 2002
Ich suche mir meinen Weg
Zwischen den alten Bäumen
Ohne dich
Der Schmetterlingstau
Ist schon in Träumen verloren
Entsetzt sehe ich mich an
Der Grashalm lügt sich grün
Und alles ist mir so weit
Viel zu weit
Mein Schritt hindert mich
Die Geister des Waldes sind alt
Und ich möchte mich
Ins feuchte Moos legen
25. Juli 2002
Der Kopf ist schwer
Gedanken wie Feuer
Wir suchen uns nicht
Unser Blick erfriert
Der Schmutz des Wartens
Klebt an mir
Ich gehe
Ihn abzuwaschen
Deinen Blick
Und jeder Knochen tut uns weh
Vom viel zu langen Starren
Wir sind erst leer
Wenn wir uns verlier’n
10. August 2002
Ich rede dir
Worte an den Kopf
Du verstehst schon lange nicht mehr
Ich gehe geduckt
Bin mundwund
Wortwund
Dunkel
Die leeren Nächte
Füllen sich mit Todträumen
Glänzend der Eindruck
Schon zerschlagen die Spiegel
Bauchweh den ganzen Tag
Ich blute mir aus Wunden
Die tiefer gehen als dein Blick
Doch du siehst in die Ferne
Entsage den Schwertlilien
sie zerschneiden deine Gedanken
Dein Blut auf ihren Blüten
Einsamkeit
Lass mich nun gehen
Ich verbringe meine Tage
In Zwischenzeit
10. August 2002
5.4.2002
wenn du mich willst
greife nach mir
halte mich fest
stoss deine finger
in meine wunden
wenn du mich willst
greife nach mir
rieche mein haar
rieche meine haut
sie verbrennt dich
wenn du mich willst
greife nach mir
ich werde dir
keinen widerstand leisten
berühre meine lächeln
wenn du mich willst
greife nach mir
vergiss nicht dein messer
trinke mein blut
töte mich in deinen armen
Mir fehlt die Zeit
Dich zu lieben
19. August 2002
Ich schreibe mir
Das Wort aus dem Leib
Schreie es
Hinaus
Es ist Zeit
Sich mit dem Bleistift
Die Adern
Aufzuschlitzen
19. August 2002
Schweig mich nicht an
Als würde uns
Nur mein Lächeln bleiben
Der Blumenstrauss vom letzten Jahr
Steht noch vertrocknet in der Vase
Einsamkeit zwischen meinen Worten
19. August 2002
Wohin mag es die Vögel ziehen?
Wann verlässt mich die Liebe?
Wer ist schon einsam
ohne mich?
Gleichgültig entlasse ich den Regen
Zwischen meinen Beinen gebiert eine neue Welt
Der Nachtwind schmeichelt mir
nur im vorübergeh’n
Ein Seelenzucken
Ein Zupfen an den dunklen Rosen
Zwischen den Gräbern
Herrscht kein Frieden
Nachtschwarz stehe ich da
Und lausche dem Leben
19. August 2002