Ich fühlte mich alt
Ich sah mein Leben an mir vorbeiziehen, sah Vögel und Bäume, liebte den Wind der in den Bäumen nach seiner Heimat suchte flog mit seinen Gedanken zurück und wusste doch nicht, wohin meine Beine mich trugen ohne meinen Gedanken zu folgen flog ich weiter und immer weiter das Ende war nie abzusehen die Gefühle sogen mich auf, um mich gleich darauf wieder auszuspucken und eigentlich bin ich voll bis obenhin und zugleich leer, die Musen verlassen denGlücklichen, wer stark war wird schwach, wer hörte kann sehen ich suche die Klarheit sie ist in der Reinheit und will etwas über andere wissen kann sie nicht erkennen der Wind sucht sein Zuhause wo mögen die Kinder geblieben sein und die Schwäne und die Schwulen und ist die Liebe nur eine Klammer nur ein Gerücht wie die Rundung der Erde wie sie doch eine Schiebe ist, eine riesige Scheibe ist, wie wir doch auf ihr leben müssen, wie ich doch weinen muss wie mich doch der Wind entführt und weitertreibt weiter, immer weiter bis zum Ende
16. November 1998