Als hätte es keine Wahl
gegeben
Nach der ersten
Bewegen wir uns mechanisch
Durch diese Welt
Ein Sonnenstrahl trifft den
Schössling
Der entstand
Aus Evas Apfel
29. Mai 2001
Diese Gedichte sind in den Jahren 1997 bis 2002 entstanden.
Als hätte es keine Wahl
gegeben
Nach der ersten
Bewegen wir uns mechanisch
Durch diese Welt
Ein Sonnenstrahl trifft den
Schössling
Der entstand
Aus Evas Apfel
29. Mai 2001
Und hätte ich wählen können
Ich hätte wieder das Leben
gewählt
Hätte das Lachen gewählt
Und den Schmerz
Und hätte geweint
Den Apfel genommen
Die Zunge der Schlange geführt
Und ihre Hand
Hätte ich mich vom Himmel
gestürzt
Und wäre immer wieder
immer wieder
Mensch geworden
29. Mai 2001
Ich hab dich geschickt
Und du bist wieder gekommen
Niemand sah deine Tränen
Woher sind wir gekommen
Ohne Sinn
Der Weg vermag nicht grade zu sein
Schlangen säuseln Verheissungen
Das Paradies verloren
Äpfel auf allen Bäumen
Ich küsse den Engel
Sehe den Schmetterling
Er steht in Flammen
Und das Weltende ist nur ein Wort
Schreie aus vielen Kehlen
Richter steigen hinab
und hinauf
Wenn wir suchen
Finden wir nur die Quellen
Unsere Fragen versiegen nicht mit ihnen
Ich suche
Du kennst mich nicht
Höhlen aus Diamanten
Du stehst da
Mit tauben Ohren
Suche nicht
Tote Rosen
Leere Felder
Nie war Einsamkeit so einsam
Schönheit
In ihrer Strenge sucht sie den Stein
Woher sind die gelben Blumen
Auf deinem Grab?
Kerzenlicht auf wächsener Haut
Niemand der spricht
Jeder versteht
Du sprichts von Liebe
Ich sehe nur die Angst
in deinen Augen
Mein Herz ist kalt
Und Traurigkeit
Erhebt sich schweigend aus grauer Erde
11. Mai 2001
Gehe deinen Weg
Jeder Schritt bringt dich näher an dein Ziel
Auch wenn du es nicht kennst
Es wartet
Dunkel ist der Tod
Und seine Stimme
Säuselt dir ins Ohr
Hörst du den Wind erzählen?
Der alte Freund
Er steht noch immer
Zwischen den Bäumen wacht er
Erwartet deine Rückkehr
Drachen sind durch die Lüfte geflogen
Elben sangen mit hellen Stimmen
Zwerge gruben tief unter den Bergen
Lang ists her
Dein Haar ist weiss geworden
Niemand kann deine Falten zählen
Im glatten Gesicht
Verzweifle
Verzweifle nicht.
3. 5. 01
All jenen, die manchmal so müde sind wie ich…
Eins, vor langer Zeit
War ich kraftvoll
Und mein Geist
War voller Leben
Doch mit den Jahren
Habe ich meine Kraft verloren
Und ich wurde schwach
Niemand weiss warum
Vielleicht aus Bequemlichkeit
Doch nun ist meine Kraft zurückgekommen
Es war schmerzhaft
Nicht so einfach wie es beim ersten Mal war
Es war ein Kampf
Meine Kraft zurück zu bekommen
Doch ich bin nun stolz
Und werde dich nicht länger dulden
Mach dich auf was gefasst!
11. März 2001
Ich habe schon zu viel Zeit damit verbraucht
Zu bereuen
Schon viel zu viel Zeit
Angst zu haben
Unendlich viel Zeit
Mir zu wünschen
Es ist an der Zeit
Meine Träume wahr zu machen.
9. März 2001
Keine Zeit
Kein Moment mehr frei
Kein Gedanke
Der zu verschwenden wär
Und alles läuft immer schneller
Das Hetzen
Lässt uns keine Luft holen
Küsse sind flüchtig
Und vergehen mit der Zeit
Alles läuft aus dem Ruder
Die Bäume werden vom Wind geschüttelt
Die Blätter wirbeln durch die Welt
Niemand hält an und sieht das Unglück
Niemand nimmt Anteil
Und schon ist fast das Ende da
Ich drehe mich auf der Stelle
Sehe mir die Menschen an
Erschrecke vor meinem Gesicht in ihren Augen
Gehetzt auch mein Ausdruck
Gejagt von unbarmherziger Zeit
Ich hab noch viel zu lernen
Doch keine Geduld
Noch viel zu verstehen
Doch der Kopf brummt vom beeilen
Die Füsse schmerzen
Keine Zeit
Kein Augenblick
Um Luft zu holen
Die Gräber rufen bereits
Legen wir uns doch
Um Zeit zu sparen
Jetzt schon rein.
9. März 2001
Ein Gedanke hat sich lachend
An einen andern geheftet
Sie tanzen im Kreis
Mein Kopf ist eng
Für freie Gedanken
Und manchmal denke ich, sie wollten mich verlassen
Ich bin alleine
Geniesse die Einsamkeit
Wünsche mir meine Gedanken nicht mehr her
Der Blick ist stumpf
Der Körper verlassen
Nackte Haut vermag keine Seele zurück zu bringen
Ich tanze im Vollmondschein
Eine güldene Rose
Befleckt meinen Schoss
Mit dunklem Blut
Ein Engel
Schlägt lachend mit mächtigen Schwingen
Seine Tränen glitzern verlogen
Meine Gedanken erzählen wie kalter Nebel
Was für keine Ohren gedacht
Von keinem Herz verstanden
Ich falle ins taunasse Gras
Nur um zu verstehen
Meine Tränen haben es benetzt
Und alles scheint mir verloren
Will meine Erinnerungen nicht zurück
Das süsse Vergessen
Ist ein feuriger Liebhaber
Und ich verbrenne in seinem Kuss
9. März 2001
Ein Stern steht am Himmel
Er ist heller
Als jeder andere Stern
Leuchtet
Uns aus der Unendlichkeit
Stefanie singt Lieder
In der dunklen Nacht
Und ihre Stimme
Weht durch das Mondlicht
Die Bluttränen färben
Den Himmel rot
Und die Menschen
Erschaudern in ihren Träumen
Und Stefanies Stern
Lächelt traurig
6. März 2001
19. 08.2001
Die Hitze
Deines Atems
Deine Haut
Brennt auf mir
Ich bin süchtig nach dir
Nach deinen Augen
Wer wir sind spielt keine Rolle
Noch woher wir kommen
Oder was aus uns wird
Ich liebe dich
So wie du bist
Und deine Liebe ist mir
Nur eine Illusion
Dennoch
Kerzenlicht in unseren Köpfen
Und kein Morgen
Ich will kein Herz von dir
Keine Versprechen
Nur eine Umarmung
Eine Nacht voller Vergessen
Dein Haar riecht nach Frieden
Dein Blick lässt mich schweben
In nie erreichten Himmeln
Und wenn ich gehe
Wohin ich auch geh
Du bist meine Erinnerung
Niemand kann uns trennen
Nie waren wir uns nahe
Und ich kann dich lieben
Nur dann kann ich dich lieben
Wenn du mir so nahe bist
Und so fern
Ich denke an deine Haut